Neuseeland, Teil 1, inklusive BWI-Meeting am anderen Ende der Welt

An meinem letzten Abend in Sydney bin ich noch mit einem Belgier, Philippe, weggegangen. Und da haben wir mal auf das Backpacker Leben geschissen und waren in einem richtig guten Steakhouse am Darling Harbour. War ein echt cooler Abend. Er hat mir dann erzählt, dass ich ein paar Nächte davor im Schlafsaal komische Geräusche von mir gegeben habe und geredet habe. Ich weiß ja, dass ich das mache, aber ich höre es ja nicht, da ich selber schlafe. Er meinte nur, dass das so verrückt war und so laut war, dass die anderen wohl auch alle wach geworden sind. Wie hat er so schön gesagt: „That was fucking weird“. 😉
Und dann hat er mir auch noch erzählt, dass er die Blue Mountains Tour gemacht hat. Die hatten den selben Guide wie ich einen Tag zuvor. Und als der die „lustige“ Geschichte erzählt hat, dass am Tag davor bei 39° die Klimaanlage ausgefallen ist, hat Philippe nur geantwortet, dass er einen kennt, der in seinem Schlafsaal pennt, der mit in dem glühheißen Bus gesessen ist. Die Welt ist manchmal klein. 😂

Am nächsten Tag bin ich dann nach Auckland geflogen. Die nehmen es bei der Einreise wirklich sehr genau. Nachdem unter meinen Wanderschuhen noch etwas fest getretener Dreck / Schlamm war, der schon über ein Jahr alt ist und den ich in Deutschland echt nicht mehr weg bekommen habe, wurden am Flughafen erstmal die Schuhe desinfiziert und mit einem Hochdruckstrahler blitzeblank gesäubert. Jetzt sehen sie aus wie neu. 🙂
Und abends habe ich gleich ein paar Neuseeländer kennen gelernt, mit denen ich ein paar Bierchen getrunken habe. Am nächsten Tag bin ich dann nur ein bisschen in der Hafen Gegend rum gelaufen und bin auf den Sky Tower hochgefahren. Und auch hier gab es wieder eine spektakuläre Aussicht.

Und dann fing die Bus Tour mit Straytravel an. Ich habe den Moe Pass gebucht. Das Konzept finde ich ziemlich gut. Wenn man die Tour komplett durchfährt ist man 23 Tage unterwegs. Man hat aber die Möglichkeit zwischendurch auszusteigen, ein paar Tage länger zu bleiben und dann mit einem der nächsten Busse wieder weiter zu fahren (Hop on / Hop off). Nachdem ich ziemlich genau einen Monat in Neuseeland Zeit habe, habe ich mir überlegt an welchen Orten ich länger bleiben werde und habe am Tag vor dem Tourbeginn ein paar Sachen umgebucht und werde dann an vier Orten den Bus verlassen und nach zwei zusätzlichen Tagen Aufenthalt dann mit dem nächsten Bus weiterfahren.

Der erste Stopp war dann Hahei. Ein ziemlich kleiner Ort am Strand und nachmittags sind wir dann noch kurz zum Hot Water Beach gefahren. Dort kann man dann Löcher schaufeln und sich eine Art heiße Quelle bauen. Zuerst hat das irgendwie nicht wirklich geklappt, aber wenn man tief genug gräbt, stößt man stellenweise auf wirklich sehr, sehr heißes Wasser…und man verbrennt sich teilweise sogar die Füße dabei.

Den nächsten Tag konnte man dann einfach ganz entspannt in Hahei verbringen.
Und dann ist es tatsächlich passiert: es kam zu einem Treffen von BWI Kollegen am anderen Ende der Welt. 😊
Michi Scheuer reist seit einigen Wochen mit seiner Familie durch Neuseeland und die sind auf der Südinsel gestartet. Wir waren dann flüchtig in Kontakt, aber haben keinen konkreten Plan gemacht. Vor ein paar Tagen haben wir dann zum ersten Mal telefoniert und ich habe ihnen meine Route geschickt. Und dann meinten sie, dass Hahei circa 3 Stunden Fahrt entfernt ist und es, da sie eh weiter in den Norden reisen wollen, mehr oder weniger am Weg liegt und sie einfach vorbeikommen. Dann haben sie nachmittags ihren Camper auf dem Camper Stellplatz auf dem Gelände von unserem Hostel abgestellt und wir sind zusammen zur Cathedral Cove spaziert. Heißt cove und nicht cave, aber ist eine kleine Höhle am Strand. Aber eine Bucht ist es halt auch. 😉
Und die Landschaft auf dem Weg dorthin war wirklich beeindruckend… Der Weg ist das Ziel. 😉

Abends hat Michi mit seiner Familie in unserer Hostel Küche Nudeln gekocht und unsere Bus-Gruppe hat für sich auch Nudeln gemacht. Ich natürlich nicht. Ich habe dafür das Abspülen übernommen. 😉
Es war also wirklich ein schöner Tag.
Es ist schon wirklich unglaublich, dass das wirklich geklappt hat mit dem Treffen und wie klein die Welt doch manchmal sein kann.

Am nächsten Tag ging es dann mit dem Bus nach Raglan. Ein Surf Hotspot in Neuseeland. Und natürlich habe ich dann meine erste Surf-Stunde in meinem Leben gebucht. Schon bei der theoretischen Einführung und den Trockenübungen, bei denen uns erklärt wurde wie man in vier Schritten auf dem Surfboard aufsteht, wenn die Welle kommt, dachte ich mir, dass ich maximal bis Schritt zwei kommen werde… und später im Wasser war es dann genauso. Also bin ich liegend auf meinem Board durch die Gegend gepaddelt und das mit dem Aufstehen hat nicht so ganz geklappt…bzw. nur für wenige Sekunden. Und ich habe sehr viel Salzwasser geschluckt. Aber dann war es soweit und es hat tatsächlich geklappt. Und dann hatte ich drei oder vier Versuche, bei denen ich knappe 100 m weit gefahren bin. Es ist schwer zu erklären, aber dann war ich so begeistert, dass ich da auf diesem Brett stand und mich gefreut habe wie ein kleines Kind. 😊
Hat also wirklich Spaß gemacht. Beweisfotos gibt es leider nicht. Und jetzt bin ich dabei zu recherchieren wie man sich am besten zur Weltmeisterschaft anmelden kann. 😉

Wieder einen Tag später hieß es wieder sehr früh aufstehen und es ging zu den Waitomo Caves. Wir haben den Tumu Tumu Toobing Trip gemacht. Und das war wirklich der absolute Hammer. Keiner aus diesem Bus hat genau gewusst was uns erwartet. Und mit so einem unglaublichen Abenteuer hatte ich wirklich überhaupt nicht gerechnet. Wir sind durch den Schlamm gelaufen, stellenweise geschwommen, in einem Reifen durch die Gegend gepaddelt und durch den Schlamm durch Felsspalten gekrochen wo ich gedacht hätte, dass man dort auf jeden Fall stecken bleibt oder so. Und teilweise sind wir durch die stockfinstere Höhle gelaufen und an der Decke waren überall Glühwürmer. Danach waren wir alle total begeistert. Das war schon wirklich ein irrer, beeindruckender, gigantischer Ausflug.

Direkt danach ging es noch zum Hobbiton Movie Set, wo Teile von Herr der Ringe und vom Hobbit gedreht wurden. Jede 5 Minuten wird dort eine Tour durchgeschleust. War auf jeden Fall wirklich interessant und spannend das mal anzuschauen.

Im Anschluss ging es danach Rotorua und ich habe mich für heute Morgen für das Zorbing entschieden. Man liegt in einem riesigen Plastikball mit ein bisschen Wasser und wird dann einfach den Berg runtergerollt. Ein ziemlich spektakuläres Gefühl. Einmal eine gerade Strecke und einmal eine Zickzackstrecke. Ist zwar leider ein ziemlich kurzes Vergnügen, aber das hat schon sehr viel Spaß gemacht. Man muss ja alles mal ausprobieren.

Hier trennen sich dann die meisten Leute, die die letzten Tage zusammen im Bus gesessen sind. Bleiben ein paar Tage hier oder nehmen eine andere Route, etc. Ich verlasse auch den Bus, bleibe noch etwas hier und fahre dann am 29.3. wieder mit dem nächsten Bus weiter.
Ansonsten muss ich mich jetzt, nach wochenlanger Hitze in Asien und Sydney, daran gewöhnen abends einen Pulli anzuziehen…im neuseeländischen Herbst. Die Temperaturunterschiede sind hier echt heftig. Tagsüber ist es total warm und man kann z.B. surfen gehen und abends wird es dann richtig frisch. Aber natürlich noch lange kein Vergleich zum deutschen Wetter. 🙂

 

2 Kommentare zu „Neuseeland, Teil 1, inklusive BWI-Meeting am anderen Ende der Welt

  1. Kia ora!
    Jetzt hat Dich Deine Tour also endlich auch nach Neuseeland geführt (nachdem ich Dich schon lange damit genervt hatte…)!
    Und in der bisher kurzen Zeit hast Du offenbar mal wieder mehr erlebt als manch anderer Tourist – aber das kennen wir ja schon von den früheren Stationen Deiner Weltreise.
    Ich bin allerdings gespannt, ob Du es in Rotorua tatsächlich zwei weitere Tage aushalten wirst, denn der allgegenwärtige (natürliche) Schwefelgestank kann ziemlich auf die Nerven gehen. Dafür kannst Du dort besser als anderswo die Māori-Kultur und -Kochkunst kennenlernen.
    Weiterhin gute Reise und tolle Erlebnisse wünscht der „Möchtegern-Kiwi“.

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  2. Haha man! It was indeed fucking weird mate! Hope the people in New Zealand can cope! I just checked my credit card bill and boy… that steak was not cheap! It was a great evening though, followed by some nice beers! Hope you’re enjoying New Zealand! It’s probably my favourite place in the world. Take care mate

    Gefällt 1 Person

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