Sydney

Nach circa fünf Wochen habe ich dann Asien verlassen und bin am 14. März abends von Singapur nach Sydney geflogen. Tja, wie fange ich an. Den ersten Tag fand ich irgendwie, zumindest bis abends, nicht so toll. Nachdem ich im Flugzeug nie schlafen kann und auch die letzten fünf Wochen oft zu wenig geschlafen habe, bin ich völlig übermüdet in Sydney angekommen. Dann bin ich erstmal zu meinem Hostel Bounce gefahren und habe dort meinen Rucksack deponiert. Das hat alles super funktioniert. Das Hostel befindet sich direkt gegenüber vom Hauptbahnhof. Anschließend bin ich dann völlig übermüdet aufgebrochen zu einem Spaziergang durch die Stadt. Ich bin Richtung Oper und über die Harbour Bridge gelaufen und fand das auch alles ziemlich cool, aber an diesem Tag habe ich mich irgendwie selber die ganze Zeit unter Druck gesetzt und überlegt was ich alles in Sydney machen will und „muss“ und ob ich das zeitlich in den paar Tagen alles hin bekomme. Irgendwie bekloppt, aber so ist mein erster Tag irgendwie abgelaufen und ich war nicht sonderlich gut drauf. Obwohl es keinen wirklichen Grund gab. Abends war dann wieder alles o. k., und ich habe ein paar Dosen Bier im Hostel getrunken und mit ein paar Leuten geplaudert. Irgendwann bin ich dann in mein Bett im Vierer-Schlafsaal gefallen und habe, trotz einem sehr laut schnarchenden Chinesen, über 10 Stunden geschlafen. Mein Körper wird es wohl endlich mal gebraucht haben… Am nächsten Tag war dann wieder alles o. k. und die Welt hat wieder ganz anders ausgeschaut. 😊
Und dann bin ich zum ca. dreistündigen Bridge Climb gelaufen. Hierbei überquert man nicht einfach zu Fuß die Harbour Bridge, sondern man läuft über das Gerüst hoch bis zur obersten Spitze der Brücke. Das war wirklich fantastisch, beeindruckend und hat sich auf jeden Fall gelohnt. Auch wenn das in Summe sehr, sehr teuer war. Leider darf man dorthin keine Kamera mitnehmen, da sie runter fallen könnte. So zumindest die offizielle Begründung. Letztendlich geht es aber darum, dass sie einfach dort Fotos verkaufen wollen. Und wenn man schon mal dort oben ist, kauft man die Fotos natürlich auch. 😉 Auch für den überteuerten Preis. In Summe hat dann der Aufstieg inklusive der Fotos circa 220 € gekostet. Und vor dem Aufstieg muss man tatsächlich einen Alkoholtest machen. Aber anscheinend waren die sechs Dosen Bier vom Vorabend bereits abgebaut. 😊
Und ich bin echt froh, dass ich diesen Ausflug gemacht habe.316134536316134535

Und ich mache jetzt einfach alles was mir gefällt oder mich irgendwie anlacht. Denn bestimmt bin ich nicht allzu oft in Sydney und diese kleine Weltreise ist (zumindest höchstwahrscheinlich) eine once-in-a-lifetime-experience. Auch wenn man das nicht mit 100-prozentiger Sicherheit sagen kann. 😉

In der Bridge Climb-Gruppe war auch Terry aus Las Vegas, mit dem ich mich ganz gut verstanden habe. Im Anschluss haben wir dann noch zusammen eine Pizza mit Känguru und Emu gegessen. 😉
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Das Hostel ist wirklich nett und es gibt sogar eine Terrasse mit einem ganz schicken Ausblick. Dann gibt es riesige Kühlschränke, in denen alle ihr Essen in beschrifteten Tüten deponieren. Ich habe mich darauf beschränkt einfach nur mein Bier hier unterzustellen. 😉

Am nächsten Tag ging es dann zum Bondi Beach. Das ist wohl einer der populärsten Strände in Sydney. Sehen und gesehen werden. Nachdem ich mich dann ein bisschen in die Sonne gelegt hatte und ich die riesigen, kräftigen Wellen überstanden hatte, bin ich dann in der Mittagshitze, zusammen mit Terry – dem Ami, den ich am Vortag beim Bridge Climb kennen gelernt habe – den Coastal Walk von Bondi Beach nach Coogee Beach gelaufen. Leider es auf der Strecke so gut wie keinen Schatten. Die Strecke war der absolute Hammer. Ich war den ganzen Weg völlig begeistert und habe nur gestaunt und die grandiosen Aussichten genossen. Und ich bin aus dem Staunen gar nicht mehr rausgekommen. Ein wirklich toller Tag.

Für den nächsten Tag hatte ich dann über das Hostel einen Tagesausflug zu den Blue Mountains gebucht. Nachdem die Vorhersage für Sydney bei 39° lag, war ich mir nicht mehr ganz sicher, ob ich mir den besten Tag für eine Wanderung ausgesucht habe. 😂 Aber dort hatte es dann „nur“ 32° und es gab viele Stellen mit Schatten. Wir sind ein bisschen gewandert, spazieren gegangen, haben Aussichten genossen, kleine Wasserfälle angeschaut, etc.
Und ich habe dort mein erstes Känguru gesehen…wenn man das Känguru auf der Pizza zwei Tage zuvor nicht mitzählt. 😉

Dann ging es mit dem Kleinbus wieder zurück nach Sydney und bei den außergewöhnlich hohen Temperaturen hat dann auf halber Strecke auf einmal die Klimaanlage gestreikt. Dann wurde es im Bus so unerträglich heiß und drückend, dass alle, als wir in Sydney bei 39° Außentemperatur ausgestiegen sind, dies als angenehme, erfrischende Abkühlung empfunden haben. 😊 Und das ist wirklich kein Witz.
Abends bin ich noch kurz nach Kings Cross gefahren. Wird eigentlich als Kneipenviertel empfohlen, aber als ich dort ankam, war es wie ausgestorben. Liegt vielleicht daran, dass es ein Sonntag war.

Die beste, tollste, beeindruckendste Foto-, Postkarten-, Reiseprospekt-Aussicht hat man wohl vom Mrs Macquarie’s Chair im botanischen Garten. Bei diesem Standort und diesem Motiv dachte ich mir, ich könnte mal ein paar Spielereien mit meiner Kamera ausprobieren.

Ansonsten bekommt man in Sydney wirklich ein schlechtes Gewissen. Es ist egal wo man sich befindet, welcher Wochentag ist und wie spät es ist (auch wenn es die größte Mittagshitze ist)… 90 % aller Einwohner von Sydney joggen wohl…und zwar die ganze Zeit. Das ist wirklich der Hammer. Egal wo man ist, überall Jogger. So krass wie hier ist mir das bisher noch nirgends aufgefallen. Und mein schlechtes Gewissen wird durch so etwas zur Zeit besonders groß, aufgrund meines Lebenswandels hier. Meine Ernährung besteht hier überwiegend aus Rührei zum Frühstück, Burger mit Pommes am Mittag und Pizza am Abend. Und viel Cola (seit ich unterwegs bin habe ich so viel Cola wie insgesamt in den letzten circa zwei Jahren getrunken) und viel Bier dazu… da helfen auch ein paar kleine Wanderungen zwischendurch nicht, um das zu kompensieren. 🙈

Heute bin ich dann, nach meinem Ausflug in den botanischen Garten, mit der Fähre zum Manly Beach gefahren. Das ist auch eine ziemlich schöne Gegend. Dort habe ich einfach mal einen ausgiebigen Strandspaziergang gemacht (nach meinem obligatorischen Mittags-Burger). Und zwar völlig entspannt. Ja, inzwischen bin ich echt entspannt (ja, viele können sich dieses Wort in Verbindung mit meiner Person nicht vorstellen?!) und geistig ganz, ganz weit weg von dem normalen Alltag. Das ist wirklich schön und tut echt gut. Und es liegen ja noch knappe zwei spannende Monate vor mir. Manchmal kann ich das alles gar nicht glauben. Das letzte Mal, dass ich so lange frei hatte, war glaube ich, bevor ich in die erste Klasse gegangen bin. 😉

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Die Tage in Sydney haben mir wirklich gut gefallen. Eine echt schöne Stadt, in der man einiges unternehmen kann. Das waren auch ziemlich aktive Tage und ich habe einiges unternommen und angeschaut. Und ich habe den Aufenthalt hier sehr genossen. Aber teuer ist es hier. Gefühlt habe ich in den fünf bisherigen Tagen so viel ausgegeben wie zuvor in fünf Wochen Asien. Hoffentlich nur gefühlt. 😉
Das einzige was in Sydney günstig war, war die Promotion Prepaid SIM-Karte für 10 australische Dollar…inkl. 15 GB Datenvolumen.
Abends bin ich meistens im Hostel geblieben und habe ein paar Bierchen getrunken und mit Leuten geplaudert. Das aktive Sightseeing in der Hitze schlaucht halt ein bisschen…und jünger werde ich auch nicht.

Morgen werde ich dann mal einen etwas ruhigeren Tag verbringen. Auf jeden Fall möchte ich noch zu Darling Harbour gehen und dort ein bisschen rum gucken.

Und übermorgen, am 21.3.2018, geht es dann auch schon wieder weiter und das Abenteuer in Neuseeland beginnt… und wie immer bin ich sehr, sehr gespannt…

Und ein paar Video-Schnipsel gibt es auch wieder:

Video-Eindrücke

4 Kommentare zu „Sydney

  1. Wolfgang… thanks for sharing your travel blog… the only thing I could read on this is my name and locations like Las Vegas as well as the bridge and coastal walk. I’m glad we met on the bridge climb. It was a fun time and you didn’t try to push me off which was nice. Remember the guide said it only takes 6 seconds 😳. The beer after was good (the pizza was okay) and thanks to you I did the coastal walk from Bondi to Coogee – and I have to say the pictures of you jumping on the cliffs are very good photography 😉 Enjoy the rest of your adventure!

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  2. Hallo Wolfi,dein Sydney-Aufenthalt klingt fantastisch. … Danke für die Impressionen. Bitte bringe auf dem Weg nach Neuseeland Sonnenstrahlen und warme Temperaturen mit:ab übermorgen ist es auf der Nordinsel fast überall nicht soooo super. Sind gerade am Himatangi Beach und genießen hier den Spät-Sommer solange er noch da ist ;-). LG und bis hoffentlich bald hier irgendwo. Tamili

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  3. Um es kurz zu machen: Hammer ! Bericht, Bilder, klingt alles TOP !

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  4. Günter Plaas 22. März 2018 — 0:45

    Hallo Wolfgang,
    liest sich alles super und es freut mich, dass Du so viel erlebst und entsprechenden Spaß hast.
    Ich finde es auch gut, dass Du die Motorradstrecken in Asien, die Du für mich erkundet hast, hier nicht postest. Auf diese Weise wird sich dort der Verkehr in Grenzen halten, wenn ich sie (zusammen mit Helge ?) abfahre…

    Ich wünsche Dir noch einen tollen Trip und eine gute Zeit in Neuseeland. Meine Empfehlung: Die Wellen sollen dort zum surfen einladen – bin mal gespannt, ob das Dir zusagt 😉

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