Neuseeland, Teil 4

Am späten Nachmittag sind wir dann in unserem Hostel beim Franz Josef Glacier angekommen und ich habe mich für den nächsten Tag für den Heli Hike angemeldet. Wieder ein ziemlich teurer Trip, aber ich mache zur Zeit ihr wirklich alles mit was mich anlacht und mir gefällt. 😉
Am nächsten Morgen sind wir dann zu dem Tour Anbieter gelaufen und der meinte dann, dass es noch nicht sicher ist, ob man fliegen kann wegen dem Wetter. Ich habe schon von vielen Leuten gehört, dass die Flüge ziemlich auf storniert werden. Und jemand der dort arbeitet sagte mir dann, dass in den letzten Wochen an nur circa 2-3 Tagen pro Woche geflogen werden konnte. Wir hatten dann aber richtig viel Glück und unsere Helikopter konnte starten und wir konnten die Wanderung auf dem Gletscher machen. Alle für den Nachmittag geplanten Flüge wurden storniert wegen der Wetterlage. Auch das war wieder ein spektakulärer Ausflug. Wir sind circa 10 Minuten mit dem Helikopter auf den Gletscher geflogen und haben dann dort knappe 3 Stunden verbracht und sind durch die Gegend gewandert. Der Trip hat sich Aufjedenfall gelohnt und es gab wieder sehr spektakuläre Eindrücke.

Nach dem Ausflug bin ich dann, bei ziemlich ungemütlichen Wetter, zu den Hot Pools gelaufen. Das war eine ziemlich gute Entscheidung den verregneten Nachmittag dort zu verbringen…in verschiedenen Pools mit wahlweise 36, 38 oder 40 Grad. 😊
Abends im Hostel gab es dann Pizza all you can eat. Ziemlich lecker, aber bei solchen Events isst man dann immer länger und mehr, als einem wirklich gut tut. Am nächsten Tag stand eine ziemlich lange Busfahrt auf dem Programm und es ging nach Wanaka mit ein paar kleinen Zwischenstopps. Und irgendwie wird das Wetter jeden Tag schlechter und kälter. Heute Früh hatte es dann 4°. Und dann hieß es Learn to Fly. Um kurz vor 8:00 Uhr ging es zu einem kleinen Flughafen und ich hatte mich zum selber fliegen angemeldet. 😉
Das ist schon ein ziemlich irres Gefühl, wenn man in so einem kleinen Flieger sitzt und der Pilot einem dann die Steuerung überlässt. Man steuert ganz vorsichtig und das Flugzeug bewegt sich dann tatsächlich nach links oder rechts oder man zieht die Flugzeugnase nach oben, etc.! Ist schon ein ganz anderes Gefühl als beim Autofahren. Und wenn man so etwas noch nie gemacht hat, ist das wirklich absolut phänomenal und beeindruckend. Und ich glaube phänomenal und beeindruckend sind meine beiden Lieblingswörter der letzten Tage, in denen ich so viel Aufregendes und Verrücktes erlebt habe.

In Wanaka habe ich den Bus verlassen und verbringe zwei zusätzliche Nächte hier. Anschließend nehme ich dann am 13.04.2018 den nächsten Bus und es geht nach Queenstown. Die Adventure-City Nummer 1. Dort gibt es dann einen 134 Meter Bungy Jump, einen völlig irren Swing und viele andere verrückte Dinge. Allerdings nicht für mich. Ich habe meinen Adventure-Bedarf mit den Erlebnissen der letzten Tage gedeckt…wobei…man soll ja nie nie sagen… 😉
Auf jeden Fall war ich etwas erstaunt, dass sich ziemlich viele Leute aus unserem Bus für den 134 Meter Bungy Jump angemeldet haben.
Was fällt mir sonst noch so ein? Wie schon mal gesagt bin ich voll ins Backpacker Leben eingestiegen. Mit Namen beschriftete Essenstüten im Kühlschrank, Instant Coffee, etc… und seit circa drei Wochen verbringe ich jede Nacht in einem Schlafsaal und unterhalte die Leute mit meinen nächtlichen Gesprächen und Geräuschen… beziehungsweise halte sie dadurch vom schlafen ab. 😉
Mir gefällt diese Art und Weise zu Reisen wirklich gut und ich finde es auch lustig, dass ich das so mache mit den Hostels und den Schlafsälen und allem was dazugehört. Allerdings ist es immer etwas blöd, wenn man ein oberes Stockbett erwischt. Etwas anstrengend, wenn man nachts mal auf die Toilette muss. Aufgrund der Übung kann ich mich inzwischen aber perfekt im Dunkeln orientieren und bewegen. 😉
Tja, und wenn man mit dem Rucksack reist muss man eigentlich jeden Abend seinen Rucksack mehr oder weniger komplett auspacken und am nächsten Morgen alles wieder zusammen räumen und einpacken. Jeden Tag die selbe Übung… das nervt ein bisschen und da bin ich nicht der Einzige, der das so sieht. Aber es gibt ja eine Lösung: wenn man auf so Sachen wie duschen, Klamotten wechseln, etc. verzichtet, bleibt einem dieser Akt erspart und man muss nur seine Schlafklamotten und seine Zahnbürste auspacken und wieder einpacken. Und somit entscheide ich mich dann öfters für diese Variante. Und auffallen tut man damit auch nicht. 🙂
Und irgendwie gehe ich jeden Tag früher ins Bett. Erst dachte ich es liegt an mir und ich bin einfach k.o., aber es liegt wohl eher daran, dass man, wenn man teilweise irgendwo im Hinterland ist, nicht viel zu tun hat…außer ein paar Bierchen trinken und Jenga oder Vier gewinnt spielen. Und so ist es schon passiert, dass ich vor 22:00 Uhr in den Schlafsaal gegangen bin und tatsächlich der Letzte war…und alle anderen haben schon geschlafen. Liegt also nicht an meinem Alter. 🙂

Puh, das waren jetzt echt viele Eindrücke und aufregende Erlebnisse in den letzten Tagen. Das muss man erstmal alles verarbeiten und begreifen was man alles erlebt hat und was für verrückte Dinge man gemacht hat. Canyoning, Skydive, mit einem Helikopter auf einen Gletscher fliegen und dort wandern und selber ein Flugzeug fliegen. Irre! Auf jeden Fall hat es sich gelohnt und ich bin begeistert. 🙂
Morgen wollte ich eigentlich einen ziemlich coolen und anstrengenden Hike zu Roys Peak machen, aber es soll regnen und es ist saukalt. Wird wohl ein fauler Tag mit Nichtstun. Und nach den letzten, sehr ereignisreichen Tagen ist das nicht die verkehrteste Variante. 🙂

Und diesmal gibt es wieder ein kleines Video:

Video Eindrücke

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